Methoden der Kundenbefragung in Bibliotheken

Stu­die­rende an der HAW Ham­burg stel­len in dem Youtube-Channel ProjektPerle2012 krea­tive Metho­den der Befra­gung von Biblio­theks­kun­den vor. Zum Bei­spiel die Methode “Map­ping Diaries”:



Ich finde es ein sehr gelun­ge­nes Pro­jekt, das moderne und zumin­dest mir vor­her nicht bekann­ten Evaluations-Möglichkeiten vor­stellt. Bis­her befin­den sich 5 kleine Videos á ca. 5min im Channel.

(gefun­den über inet­bib)

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NYPL: Historische Stereoskopien

Die New York Public Library hat ihr Archiv von 40.000 his­to­ri­schen Ste­reo­sko­pien online zugäng­lich gemacht.

Zusätz­lich ent­wi­ckelte die NYPL eine Web-Software zur Anzeige der Ste­reo­sko­pien, den soge­nann­ten Ste­reo­gr­ani­ma­tor. Durch diese ist es mög­lich, die his­to­risch aus zwei Bil­dern beste­hen­den Ste­reo­sko­pien in ein Bild umzu­rech­nen. Ent­we­der als beweg­tes gif, was eine ziem­lich wacke­lige Ange­le­gen­heit ist, oder in ein 3D-Anaglyphenbild, wel­ches mit Farb-Brille betrach­tet wer­den kann und mir viel bes­ser gefällt.

Hier ein Bei­spiel eines ani­mier­ten Gifs:

Hier das selbe Photo als Anaglyphenbild:

Wer möchte kann sich in dem Archiv auch die Ori­gi­nal­bil­der anzei­gen las­sen und evtl. das Ste­reo­gramm mit einem selbst­ge­bau­ten Ste­reo­gra­phen betrachten:

(gefun­den über Golem)

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Guantanomo Library: Lesen im Hochsicherheitstrakt


“Hafer­klee” berich­tet in sei­nem Blog von einen Audio-Beitrag auf WDR 5, “Neu­gier genügt”, über das Gefan­gen­la­ger in Guan­ta­nomo. Er weißt beson­ders auf eine Stelle hin, in der über die Gefan­gen­bi­blio­thek des Lagers gespro­chen wird: kaf­ka­es­ker Weise befin­det sich in der Biblio­thek ein Erzähl­band von Kafka, der die Geschich­ten “Das Urteil”, “Die Ver­wand­lung” und “In der Straf­ko­lo­nie” ent­hält, gerade sol­che Erzäh­lun­gen, die gut den Zustand in dem Gefan­ge­nen­la­ger beschrei­ben könn­ten. Die Betreuer der Biblio­thek ken­nen diese Geschich­ten nicht.

Aus­ge­hend von die­sem Blog­ein­trag habe ich ein paar Links zu die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Biblio­thek gesammelt:

Gefan­ge­nen die auf ihre Bücher warten:

Ein Lese­raum der Gefangenen:

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Internet Portal “Ehrenamt in Bibliotheken”

Das Inter­net Por­tal “Ehren­amt in Biblio­the­ken”, Pres­se­mit­tei­lung:

Das Inter­net Por­tal “Ehren­amt in Biblio­the­ken” ist als nicht-kommerzielles und unab­hän­gi­ges Wiki orga­ni­siert. Es hat als Ziel­gruppe Men­schen, die sich ehren­amt­lich in Biblio­the­ken im deutsch­spra­chi­gen Raum enga­gie­ren möch­ten oder dies bereits tun. Des­halb deckt es vor allem die zwei fol­gen­den große und wich­tige Berei­che ab:

  1. Das Por­tal bie­tet Infor­ma­tio­nen dar­über, wie und wo man sich ehren­amt­lich in Biblio­the­ken enga­gie­ren kann. Zen­tra­ler Bereich ist eine Liste mit Kon­takt­stel­len zu Biblio­the­ken der nähe­ren Umge­bung, die Ehren­ämt­ler zur Unter­stüt­zung suchen: PLZ, Stand­ort, Homepage-Link, Kon­takt­adresse und Tätig­keits­be­rei­che sind ver­zeich­net.
    Des wei­te­ren fin­den sich in die­sem Bereich eine Mut-Mach-Seite, kurze Erfah­rungs­be­richte, Links zu Berich­ten in der Presse und anderes.
  2. Im zwei­ten gro­ßen Bereich kön­nen sich bereits aktive Ehren­ämt­ler aus­tau­schen. Es fin­den sich Fach– und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu ehren­amt­lich geführ­ten Biblio­the­ken, eine Frage & Ant­wort Seite und eine große Link– & Literatursammlung.

So soll Men­schen der Ein­stieg in die ehren­amt­li­che Tätig­keit in Biblio­the­ken erleich­tert wer­den und für bereits ehren­amt­lich Tätige eine Wis­sens– und Infor­ma­ti­ons­platt­form gebo­ten wer­den, die die Arbeit erleich­tert, berei­chert und den Aus­tausch fördert.”

Tja, die Sache hat nur eine klei­nen Haken: Das Por­tal gibt es nur in mei­ner Phan­ta­sie. :-(

Ich spiele selbst mit der Idee, mich ehren­amt­lich in einer Biblio­thek zu betä­ti­gen, und habe mich des­halb auf die Suche im Inter­net bege­ben. Mit wenig Erfolg. Allen­falls einige ver­streute Fach­in­for­ma­tio­nen oder sehr regio­nal beschränkte Ange­bote habe ich zu die­sem Thema fin­den können.

Das war eine ganz schön ernüch­ternde Erfah­rung, die Hürde, mich zu enga­gie­ren, ist gestie­gen. Aber so leicht lasse ich mich nicht entmutigen:

Es erge­ben sich zwei für mich inter­es­sante Fragen:

1.) Habe ich da etwas über­se­hen? Gibt es ein sol­ches Por­tal oder etwas Ähnli­ches viel­leicht doch schon?

2.) Wäre so ein Por­tal über­haupt sinnvoll/hilfreich? Wird es benötigt?

Falls 1.) mit NEIN und 2.) mit JA zu beant­wor­ten ist, hätte ich gro­ßen Spaß und Freude daran, ein sol­ches Por­tal auf die Beine zu stel­len. (Ich bräuchte dafür natür­lich Mitstreiter).

Über Kom­men­tare zu die­sem Thema würde ich mich sehr freuen.

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Über die Ästhetik von eBooks

Ich selbst besitze zwar noch kei­nen eBook-Reader oder Tablet-PC, den­noch ver­folge ich gerne deren tech­ni­sche und ästhe­ti­sche Ent­wick­lung. Dabei fällt mir immer wie­der auf, wie gerne bei den elek­tro­ni­schen Gerä­ten auf die ana­lo­gen Vor­gän­ger refe­ren­ziert wird:

Form, Größe, Gewicht und e-Ink-Druckbild der gän­gi­gen eBook-Reader erin­nern schon beacht­lich an die Aus­lauf­mo­delle aus Papier:

Noch wei­ter gehen gän­gige Tablet-PCs, die mit ihrer höhe­ren Rechen­leis­tung “echte” Bücher zu emu­lie­ren ver­su­chen. Bei der Lese-Software des iPads zum Bei­spiel sind Buch­block und Falz nach­ge­bil­det und das Umblät­tern der Sei­ten animiert:

Auch die “Lage­rung” der e-Books erfolgt nicht etwa in abs­trak­ten Datei­lis­ten, son­dern schön über­sicht­lich mit Titel­bild in einem Holzregal:

Eine neue Stufe erreicht nun ein eBook-Reader von For­schern des Korea Advan­ced Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy (Kaist). Sie haben ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten der Navi­ga­tion in Büchern auf ihre Soft­ware übertragen:

 

All diese Ver­su­che, Aus­se­hen, Funk­tio­na­li­tät und “Fee­ling” der ana­lo­gen Bücher­welt auf die digi­ta­len Pro­dukte zu über­tra­gen, wirft bei mir Fra­gen auf:

  • Soll ledig­lich der Umstieg auf eBook-Reader erleich­tert wer­den? Funk­tio­niert dies?
  • Oder bie­ten tra­di­tio­nelle Bücher tat­säch­lich funk­tio­nelle oder ästhe­ti­sche Vor­teile, die es Wert sind, auf die digi­ta­len Nach­fol­ger über­tra­gen zu werden?

Falls jemand wei­tere Bei­spiele für diese Ent­wick­lung kennt, würde ich mich über Kom­men­tare freuen. Ich finde sie jeden­falls inter­es­sant und bin gespannt, ob bald auch Block­brü­che, Esels­oh­ren, Was­ser­fle­cken und andere Abnut­zungs­er­schei­nun­gen ein­ge­baut wer­den ;-)

(So weit her­ge­holt ist das mit den Abnut­zungs­er­schei­nun­gen übri­gens nicht, gibt es doch bei man­chen Musik­ab­spiel­ge­rä­ten mitt­ler­weile Erwei­te­run­gen, die Rau­schen, CD-Hänger oder LP-Kratzer simulieren…)

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