
Nachdem wir nun also, wie in Teil 1 beschrieben, einen LAMP-Server installiert haben, und, wie in Teil 2 beschrieben, die Pre-Installation von Koha vorgenommen haben, kommen wir nun zur Installation von Koha selbst via Web-Installer.
Dazu begeben wir uns an einen Rechner im Netzwerk, öffnen einen Browser und geben die IP-Adresse unseres Servers gefolgt von der Port-Nummer von Koha ein: http://IP-ADRESSE:8080
1.) Der Webinstaller
Es erscheint der Web-Installer von Koha, wo wir uns mit dem Benutzername “koha_biblio” und unserem Passwort anmelden. Dann wählen wir die Sprache Deutsch aus:
Dann klicken wir bis zu auf “weiter”, bis wir zu dem Punkt kommen an dem wir “grundlegende Konfigurationseinstellungen” festlegen sollen. Das tun wir auch.
Wir wählen Marc21 als MARC-Format und klicken auf “weiter”. Nun sollen wir die Einstellungen für das MARC-Framework eingeben:
Die “Mandatory”-Einstellungen lassen wir natürlich aktiviert. Außerdem erscheint es mir sinnvoll, folgende Einstellungen zu aktivieren:
- Abgleichregeln für bibliographische MARC21-Datensätze
- “FA”, ein MARC21-Framework (Erfassungsmaske) für Schnellaufnahmen oder Fernleihtitel
- Vereinfachte bibliographische MARC21-Frameworks (Erfassungsmasken) für einige typische Materialarten
- Beispiele für die Auswahllisten der verschiedenen normierten Werte
- Etwas Basiskonfiguration, einschließlich Euro-Währung und einigen Z39.50-Servern.
- Beispiele für Benutzerkategorien und –typen
- Beispieltemplates und Layouts für den Etiketten– und Benutzerausweisdruck
- Beispiele für Schließtage
- Einige Beispiele für Medientypen nach Art des Materials
- Einige vorkonfigurierte Z39.50-Server
Wenn wir alles nach unseren Wünschen ausgewählt haben, klicken wir ganz unten auf “import”.
Hat alles wie gewünscht funktioniert, können wir ganz unten auf der Seite auf “Beenden” klicken und werden dann zum Koha-Admin-Interface weitergeleitet, wo wir uns anmelden können:
Wenn Sie jetzt die Admin-Oberfläche sehen, ist alles in Ordnung:
Auf die Admin-Oberfläche gelangen wir immer mit http://IP-ADRESSE:8080.
2.) Apache für OPAC konfigurieren
Allerdings sind wir noch nicht ganz am Ende, denn wir haben wahrscheinlich noch keinen Zugriff auf den OPAC. Dazu müssen wir unseren Webserver Apache konfigurieren. Wir öffnen Webmin ( http://IP-ADRESSE:10000), loggen uns ein und beginnen mit folgenden Schritten:
- Servers -> Apache Webserver
- Existing Virtual Hosts
- Wir markieren den ersten Server, bei dem steht: “Handles the name-based server on address *.” und löschen ihn.
- Somit sollte die Übersicht jetzt so aussehen:
Sollte jetzt bei einem Neustart des Webservers (Stop Apache -> Start Apache) eine Fehlermeldung kommen, müssen wir jetzt noch die Default-Site von unserem Webserver entfernen. Dazu öffnen wir das Terminal auf dem Server-PC und geben ein:
sudo rm /etc/apache2/sites-enabled/000*
Danach nochmal den Apache neustarten, was nun ohne Fehlermeldungen klappen sollte:
sudo service apache2 restart
Jetzt können wir von jedem beliebigen Rechner im Netzwerk auf den OPAC zugreifen, indem wir die IP-Adresse in die Adresszeile des Browsers eingeben:
Endlich fertig!








